Interprofessionelles Team des Fachbereichs Gesundheit gewinnt Credit Suisse Award for Best Teaching 2014

06.11.2014

Mit dem interdisziplinären Konzept «Kommunikative Kompetenzen praxisnah erwerben – Kommunikationstrainings für Gesundheitsfachpersonen am Fachbereich Gesundheit der Berner Fachhochschule» hat das Team die Jury überzeugt. Denn um professionell zu kommunizieren, genügt Wissenserwerb alleine nicht.

Professionelle Kommunikation ist für alle Berufsgruppen im Gesundheitswesen eine zentrale Kompetenz. Am Fachbereich Gesundheit der Berner Fachhochschule ist das Erlernen und Trainieren von kommunikativen Fertigkeiten seit mehreren Jahren integraler Bestandteil in der Aus- und Weiterbildung. Eine interprofessionelle Gruppe hat ein schweizweit einmaliges Lernkonzept entwickelt und damit den Lehrpreis Credit Suisse Award for Best Teaching 2014 gewonnen. Mit dem jährlich verliehenen Award werden herausragende Lehrkonzepte an Fachhochschulen honoriert.

(v.l.n.r.) Prof. Ninetta Scura, Prof. Gisela Bähler, Prof. Dr. Petra Metzenthin, Prof. Dr. Dörte Watzek, Sibylle Matt Robert, Stefanie Diviani-Preiswerk. Nicht auf dem Bild: Prof. Inge Loos

Dreistufiges Lernkonzept

Mit dem prämierten Konzept zeigen die Preisträgerinnen den Transfer von der Theorie in die Praxis auf: Die drei Einheiten des standardisierten Lernkonzeptes «Kommunikation» umfassen Seminare, Kommunikationstrainings und eine Reflexion. Anhand von Referaten, Gruppenarbeiten und Übungen werden den Studierenden Grundkenntnisse in der Kommunikation und Gesprächsführung vermittelt. In praxisnahen Übungssituationen wenden die Studierenden anschliessend mit professionellen Schauspielerinnen und Schauspielern ihre erworbenen Kenntnisse an. Die Gesprächssituationen werden auf Video aufgezeichnet und gemeinsam analysiert. In dieser Feedbackrunde erfahren die Studierenden, wie sie im Gespräch wirken und aufgrund welcher Äusserung oder Handlung es zu einem Missverständnis kommen konnte. Nach jedem Kommunikationstraining mit Feedback verfassen die Studierenden eine schriftliche Reflexion. Dieser Schritt ermöglicht ihnen die persönliche Weiterentwicklung in kommunikativen Kompetenzen und das Definieren von neuen Lernzielen.

Aus der Praxis kommen viele positive Rückmeldungen: Studierende des Fachbereichs Gesundheit sind sich in ihrer praktischen Tätigkeit bewusst, wie wichtig eine klare und wertschätzende Kommunikation im Umgang mit Patientinnen und Patienten ist. Sie setzen dieses Wissen in ihren berufsspezifischen Tätigkeiten und im interprofessionellen Umfeld um.