Aufbau des Studiums

Der konsekutive Studiengang Master of Science in Pflege ist modular aufgebaut und umfasst 90 ECTS-Credits. Das Studium dauert drei Semester im Vollzeitmodus bzw. ca. sechs Semester im Teilzeitmodus. Der Präsenzunterricht findet in der Regel zwischen Mittwoch und Freitag von 9.15 bis 17.15 Uhr statt. Der Studienstart ist einmal jährlich, jeweils in der Kalenderwoche 38.

Die drei kooperierenden Hochschulen bieten in den Modulen Erweitertes klinisches Assessment, Intervention/Outcome und Selbstmanagement unterschiedliche Pflegevertiefungen an.

Die Pflegevertiefung an der BFH
Der Master of Science in Pflege an der BFH ist auf das komplementäre Verhältnis von Public Health und Pflege ausgerichtet. Mit der Vertiefungsrichtung "Gesundheitsförderung, psychosoziale Gesundheit sowie Wirtschaftlichkeit und Wirksamkeit in der Pflege" werden zudem aktuelle gesellschaftliche und politische Themengebiete aufgegriffen.

Gesundheitsförderung und psychosoziale Gesundheit
Die Ausrichtung der Pflegevertiefung ist generalistisch; d.h. sie berücksichtigt die psychosozialen Auswirkungen von somatischen und psychischen Erkrankungen auf Patientinnen und Patienten sowie Angehörige. Dies schliesst Folgen der wechselseitigen Beeinflussung zwischen somatischen und psychischen Gesundheitsproblemen auf den Alltag sowie gesundheitserhaltende und -fördernde Aspekte der Pflege ein. Bezogen auf ein fallorientiertes Pflegehandeln bedeutet dies, dass eine effiziente Akutversorgung mit einer koordinierten ambulanten Versorgung verbunden werden muss (Integrierte Versorgung). Professionell Pflegen bedeutet daher, eine vorausschauende gesundheitsfördernde Perspektive einzunehmen. Hier steht die vertiefte, kritische Auseinandersetzung mit verschiedenen gesundheitswissenschaftlichen Konzepten wie beispielsweise Selbstwirksamkeit oder Coping im Vordergrund. Ein besonderes Augenmerk wird auf das frühzeitige Erkennen psychosozialer Bedarfe und der Ableitung möglicher Interventionen gelegt. Dieses Wissen befähigt die Absolvierenden den multifaktoriellen Herausforderungen bei komplexen Pflegesituationen aktiv und mit einem umfassenden und vertieften Verständnis begegnen zu können.

Wirtschaftlichkeit und Wirksamkeit in der Pflege
Der zunehmende wirtschaftliche Druck auf das Gesundheitswesen und die Anforderung an eine wirkungsorientierte Praxis stellen die Pflege vor grosse Herausforderungen. Dies betrifft den Akutbereich ebenso wie den Langzeitbereich und den ambulanten Sektor. Bedingt durch soziodemographische Entwicklungen und den immer schneller wachsenden Wissensfundus in den Pflege- und Gesundheitswissenschaften, ist professionelles Pflegehandeln zukünftig immer stärker der Notwendigkeit zur Anpassung und Flexibilität unterworfen. Verknüpft mit den Paradigmen von Effektivität und Effizienz verlangt dies eine besondere Kompetenz von Pflegefachpersonen.

Die kritische Auswahl und Bewertung von Assessmentinstrumenten und Pflegeinterventionen, insbesondere bezogen auf deren Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit, stehen daher explizit im Fokus. Die Absolvierenden sind in der Lage, die Wirksamkeit pflegerischer Handlungen zu beurteilen sowie zukunftsweisende Versorgungsangebote zu entwickeln, umzusetzen und zu evaluieren. Die Kunst den Spagat zwischen Effizienz, Wirtschaftlichkeit und individuellen Pflegebedarfen zu bewältigen, ist die Herausforderung der zukünftigen Absolvierenden des Master of Science im Praxisalltag.

Sie immatrikulieren sich an der Hochschule, deren Vertiefungsrichtung Sie studieren möchten (Heimhochschule). Die gesamte Studienadministration wird an der Heimhochschule abgewickelt, welche auch die primäre Ansprechperson bei Fragen ist.

Informationen zu den Vertiefungsrichtungen unserer Kooperationspartner finden Sie auf deren Website:

Pflegevertiefung der ZHAW

Pflegevertiefung St. Gallen