Projektaufbau

Die Studie wird schweizweit in den Bereichen Akutspitäler, Rehabilitationskliniken, psychiatrische Kliniken, spitalexterne Pflege sowie Langzeitpflege und -betreuung, in zufällig ausgewählten Organisationen (geographisch repräsentative Zufallsstichprobe) durchgeführt. In den teilnehmenden Organisationen wird die arbeitsbedingte Belastung der Mitarbeitenden aus der Pflege, den medizinisch – technisch – therapeutischen Berufen sowie der Ärzteschaft erhoben. Dies erfolgt über einen Online-Fragebogen an drei Messzeitpunkten über 4 Jahre. Der Fragebogen beinhaltet Themen, wie mögliche Auslöser für Stress, Stressreaktionen sowie die Langzeitfolgen. Diese Informationen werden mit den betrieblichen Kennzahlen (z. B. Krankheitsausfälle, Anzahl Ferientage usw.) ergänzt. In einzelnen teilnehmenden Organisationen wird zudem eine externe Beobachtung der Mitarbeitenden während eines Arbeitstages durchgeführt. Im Verlauf der Studie werden die Mitarbeitenden insgesamt drei Mal in einem Abstand von einem bis eineinhalb  Jahren befragt. Dies ermöglicht nicht nur eine einmalige Situationsaufnahme, sondern es können gleichbleibende und sich verändernde Belastungsfaktoren und daraus entstehende Langzeitfolgen für die Mitarbeitenden sowie für die Organisation aufgezeigt werden.

Die erste Messung ist die Basiserhebung. Die daraus erhobenen Daten werden pro Organisation ausgewertet. Diejenigen Organisationen mit dem höchsten Optimierungspotential werden zufällig in zwei Gruppen (Interventions- und Kontrollgruppe) eingeteilt. Anschliessend erfolgt die erste Messung (vor der Intervention), dabei wird der IST-Zustand vor der Schulung und dem Coaching erfasst. Die Führungspersonen in der Interventionsgruppe erhalten eine Schulung zum Umgang mit Arbeitsbelastung (persönlich und für die Mitarbeitenden) als auch ein Coaching. Das Schulungsprogramm wird zuvor, auf Basis von Fokusgruppeninterviews und einer systematischen Literaturrecherche, entwickelt und beinhaltet evidenzbasierte und praxisbezogene Massnahmen zur Reduktion arbeitsbedingter Belastung bei Gesundheitsfachpersonen. An  der zweiten Messung wird der IST-Zustand nach der Schulung und dem Coaching erhoben. Die Werte der ersten und zweiten Messung werden miteinander verglichen um schliesslich den Effekt der Interventionen aufzeigen zu können.

Abschliessend erhalten alle teilnehmenden Organisationen einen Bericht, basierend auf den erhobenen Daten sowie eine für sie zugeschnittene Handlungsempfehlung zur Reduktion der Arbeitsbelastung.

Die Auswertungen der anonymisierten Daten mit entsprechenden Schlussfolgerungen werden von der Projektgruppe im Rahmen von Fachartikeln veröffentlicht. 

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Ausgangslage 
Projektteam