Aufbau des Studiums

Dieser konsekutive Masterstudiengang ist modular aufgebaut und umfasst 90 ECTS-Credits. Das Studium dauert drei Semester im Vollzeitmodus bzw. ca. sechs Semester im Teilzeitmodus.

Die einzelnen Partnerhochschulen der Kooperation bieten in den Modulen Klinisches Assessment, Intervention/ Outcome und Selbstmanagement verschiedene Pflegevertiefungen an. Die Studierenden immatrikulieren sich an der Hochschule, dessen Vertiefung sie belegen.

Die Pflegevertiefungen im Master of Science in Pflege in Bern

Der Masterstudiengang an der BFH kann Dank enger Zusammenarbeit mit der angewandten Pflegeforschung und Entwicklung zwei zukunftsweisende Vertiefungsschwerpunkte anbieten. Diese sind einerseits auf die Gesundheitsförderung und Prävention sowie die psychosozialen Einflussfaktoren auf das Gesundheitsverhalten ausgerichtet und anderseits auf die Wirkungsorientierung und Wirtschaftlichkeit der angebotenen Pflegeleistungen.

Gesundheitsförderung und Prävention sowie psychosoziale Gesundheit
Demographische Veränderungen sowie Entwicklungen im Gesundheitswesen in Richtung Kurzzeithospitalisation, die Ausweitung des ambulanten Bereichs haben - bedingt durch die vermehrte Multimorbidität - als Konsequenz, dass Pflegesituationen komplexer werden. Auch die dadurch erforderliche vermehrte Verantwortungsübernahme durch die Patienten und ihren Angehörigen bedingt nebst einer effizienten Akutversorgung ein vorausschauendes gesundheitsförderndes und präventives Handeln von Pflegefachpersonen, um somit Komplikationsraten und Wiedereintritte zu verhindern. Ein effizientes Gesundheitswesen verlangt zukünftig vermehrt auch den Einbezug multipler Faktoren die einen erheblichen Einfluss auf den Erkrankungsverlauf haben - wie z.B. psychosoziale Gesundheit. Um für die Patienten, auch institutionsübergreifend, effiziente und effektive Leistungen erbringen zu können, sollten Pflegefachpersonen komplexe Pflegesituationen systematisch, rasch und umfassend einschätzen bzw. analysieren können, mit dem Ziel auf die jeweilige Situation massgeschneiderte Pflegeinterventionen einleiten zu können. Dazu müssen neben somatischen Bedürfnissen in allen Versorgungsbereichen vertiefte Kenntnisse zu psychischen Einflussfaktoren und sozialen Parametern einbezogen werden. Dies angesichts der Tatsache, dass z.B. einerseits psychische Beeinträchtigungen in der Schweiz drastisch zunehmen und anderseits somatische Erkrankungen häufig einen Einfluss auf psychosoziale Beeinträchtigungen der Patienten und deren Umfeld haben. Psychosoziale Beeinträchtigungen wirken sich dementsprechend auf das Gesundheitsverhalten, den Krankheitsverlauf und die Behandlungsdauer und somit auf das Behandlungsergebnis aus. Pflegefachpersonen auf Masterstufe vertiefen daher neben dem auf Bachelorstufe erworbenen Basiswissen der Akutpflege ihre Kompetenzen, um diesen spezifischen Herausforderungen proaktiv begegnen zu können.

Wirkungsorientierung und Wirtschaftlichkeit in der Pflege
Der zunehmende wirtschaftliche Druck auf das Gesundheitswesen und die Anforderung an eine wirkungsorientierte Praxis stellen die Pflege zukünftig vor grosse Herausforderungen. Akutspitäler und insbesondere der ambulante Bereich sind darauf angewiesen, dass Pflegeinterventionen einerseits effektiv und anderseits kosteneffizient sind. Soziodemographische Faktoren wie Alter und Bildungsniveau, der Gesundheitszustand, familiäres und soziales Umfeld, Erfahrungen mit dem Gesundheitswesen und persönliche Verhaltensweisen werden als Faktoren beschrieben, die das Ergebnis einer Pflegeintervention und Wirkung und Wirtschaftlichkeit beeinflussen können. Zudem entsteht durch den demographiebedingten Wandel der Gesellschaft ein veränderter Pflegebedarf der Bevölkerung. Die Pflegeteams die diesen Anforderungen gerecht werden müssen, werden diverser bedingt durch die Alterung, den Kulturen- und dem zukünftigen Skill- und Grademix.

Vertiefungsrichtungen der Kooperationspartner

St.Gallen: Pflege von Menschen mit chronischen Gesundheitsproblemen unter besonderer Berücksichtigung der Bedürfnisse älterer Menschen sowie der Patienten- und Angehörigenedukation

Zürich: Pflege von Menschen mit akut kritischen Gesundheitsproblemen sowie die Pflege von Menschen mit akuten und chronischen Gesundheitsproblemen in der gemeindenahen Versorgung